Geschichte


Schon 1850 wurden auf dem Gelände der heutigen Tischlerei Haberl Massivholzarbeiten in liebevoller Handarbeit angefertigt – damals allerdings noch unter einem anderen Namen und in einem Umfang, den ein kleiner Handwerksbetrieb damals zu leisten vermochte.

Der Urgroßvater der Familie, Franz Haberl, heiratete 1913 die damalige Besitzerin, fiel jedoch im Ersten Weltkrieg – im gleichen Jahr, in dem sein Sohn Franz II geboren wurde. Dieser erlernte ebenfalls den Beruf des Tischlers und ging noch auf die „Stör“. D.h., zu bestimmten Zeiten packte er sein Werkzeug zusammen und übte sein Gewerbe eine Weile nicht in seiner Werkstatt, sondern direkt in den Häusern aus, in denen er einen Auftrag hatte.

Nach den Wirren der beiden Weltkriege, in denen der Tischlerbetrieb von verschiedensten Familienmitgliedern am Leben erhalten worden war, brachte ihn Franz Haberl II. langsam wieder auf die Beine. Antiquitäten wurden restauriert, Fenster hergestellt und massive Möbel gebaut. Nach der schwierigen Zeit des Neuanfangs begann sich vieles zu verändern: Die Werkstätte wurde größer, Gehilfen wurden aufgenommen, und die Technik hielt ihren Einzug. Die Familiengeschichte jedoch setzte sich ungebrochen fort: Franz Haberl III. kam zur Welt, erlernte wie sein Vater und Großvater das Tischlerhandwerk und arbeitete im elterlichen Betrieb.


Als er ihn im Jahr 1977 schließlich selbst übernahm, führte er eine alte Tradition fort: das kompromisslose Streben nach Qualität. Anfangs fertigte Franz Haberl III. mit seinen Mitarbeitern noch die üblichen Tischlereierzeugnisse. Bald wurde ihm jedoch klar, dass sich ein kleiner Handwerksbetrieb von seinen Mitbewerbern durch ein besonderes Angebot abheben muss, um Erfolg zu haben.

Deshalb begann er in den 80er Jahren, Produktionsschwerpunkte zu setzen:

die Planung und Ausführung von Gesamteinrichtungen – und hochwertige Massivholztüren in zeitlos schlichtem Design.

Um ein gleichmäßig hohes Niveau an Engagement, Wissen und Können zu gewährleisten, begann er auch, seine Mitarbeiter im eigenen Betrieb auszubilden. Durch sensible, kompetente Beratung und die exakte, termingerechte Ausführung konnte sich die Tischlerei Haberl bald weit über ihre Heimat hinaus einen Namen machen. Immer mehr Mitarbeiter wurden beschäftigt, ein eigenes Holzlager wurde gebaut, und das Unternehmen begann, sich auf Bau- und Einrichtungsmessen zu präsentieren.


Gemeinsam mit seinem Sohn Markus hatte Franz Haberl III eine Idee, die zu einem weiteren Alleinstellungsmerkmal wurde: Man begann, Bretter aus speziell ausgewählten alten Stämmen zu sägen und daraus Türen zu fertigen. 2005 wurde der Name „Wildholztüren“ geschützt.

Markus Haberl übernahm 2012 den Betrieb und führt ihn mit den gleichen Grundsätzen in die Zukunft. Seit der Übernahme beträgt der Mitarbeiterstand konstant zwischen 14 und 16 Mitarbeitern. Die Türe lässt sich nicht neu erfinden aber verbessern lässt sich immer etwas. Für die Zukunft sind Veränderungen im Maschinenpark, neue Marketingmaßnahmen, ein neuer Ausstellungsraum und natürlich weitere Verbesserungen und Innovationen bei den Türen und Möbeln geplant. Ein Wachsen ist aus Platzgründen nicht möglich und wird auch nicht angestrebt. Denn wir wollen flexibel und unabhängig bleiben, um uns ständig wechselnden Anforderungen des Marktes rasch anpassen zu können.