Holz
Die Voraussetzung für die hochwertige Qualität unserer Türen und Möbel wird in den heimischen Wäldern gelegt. Wir kaufen ausschließlich europäische Hölzer (zu 95% österreichisches Holz) von österreichischen Sägewerken. Nach dem Aufschneiden und dem mehrjährigen Lufttrocknen kommt das Holz in die firmeneigene Trockenkammer, wo es noch nachtrocknen kann.

Aufbau - Türblatt und Türstock

Wir fertigen das Grundmaterial für unsere Türen (Türblätter, Türfriese, Füllungen und Stockfutter) bei uns im Betrieb in einer eigens errichteten Halle mit Trockenraum, Spaltbandsäge und Spezialpresse an. Dadurch sind wir von Anfang an bei der Entstehung dabei und wissen genau, dass das Holz in Ordnung und richtig trocken ist, dass der richtige und ausreichend Leim verwendet wurden und dass Stock und Türblatt von der Farbe und Maserung zusammen passen.

Wenn wir Mängel oder Schwächen am Produkt erkennen, können wir sofort reagieren. So arbeiten wir seit einigen Jahren bei all unseren Türen, egal ob glatte Türe oder Rahmentüre, standardmäßig Aluminiumplatten ein. Diese helfen, das Arbeiten des Massivholzes aufgrund der häufig extremen klimatischen Raumverhältnisse (Sommer-feucht/Winter-zu trocken) auszugleichen und so einem Verziehen der Türe entgegen zu wirken. 

Anschlagsarten

Gefälzte Türe (Türblatt steht gegenüber dem Stock vor, Bänder sind sichtbar)



Zargenbündige Türe (Türblatt und Stock sind bündig, Bänder sind unsichtbar)



Mauerbündige Türe mit Holzstock (Türblatt, Stock und Wand sind bündig, Bänder unsichtbar)


Revers öffnende Türe (Türblatt und Türstock im Gang bündig, Türblatt in den Raum zu öffnen, Bänder unsichtbar)




Mauerbündige Türe mit eingeputztem Aluminiumstock (Türblatt und Wand sind bündig, Bänder und Stock unsichtbar)



Schloss

Das Türschloss hält nicht nur die Türe geschlossen, sondern es ist auch das Bindeglied zwischen Drücker und Schließblech. Wir verbauen standardmäßig ein sogenanntes „Objektschloss“. Das Schloss ist zwar deutlich teurer als die üblichen Schlösser, dafür ist es viel massiver mit stärkeren Federn, besseren Materialien, mehr Einstellmöglichkeiten und sogar einem Schmiernippel ausgestattet.
 

Auf Wunsch können wir auch ein „Magnetfallenschloss“ einbauen, bei dem recht wenig Mechanik im Spiel ist. Sobald die Türe zufällt, zieht ein Magnet die Falle heraus und die Türe hält im Schließblech bzw. am Stock. Diese Schlösser werden meistens bei zargen- oder mauerbündigen Türen eingesetzt.






Bänder

Die Türbänder sollen die Türe idealerweise ihr Leben lang tragen, sich nicht verdrehen und zum Nachstellen sein. Alle Bänder werden so gewählt, dass Gewichtsreserven vorhanden sind. Wenn die Türen höher sind oder eine Überbreite haben, wird ein drittes oder viertes Band eingesetzt.  Wir teilen unsere Bänder in 2 Gruppen auf: sichtbare Bänder für gefälzte Türen  und unsichtbare Bänder für bündige Türen.

Die sichtbaren Bänder werden eingebohrt und bestehen aus vier Teilen. Ein zentraler Führungszapfen verbindet den Stockzapfen mit den Türzapfen. Somit ist ein Verdrehen oder Ausleiern der Bänder nicht möglich. Bandfarbe und Kopfform wird dem Türblattstil und der Drückerfarbe angepasst. Tragkraft 70 kg bei 2 Bändern.

Für die bündigen Türen verwenden wir Bänder, die unsichtbar eingefräst sind. Die entstehende Fugenluft kann in Höhe und Breite berücksichtigt und der Anpressdruck der Türen exakt eingestellt werden (3D). Im Türblatt wird das Band gut mit langen Schrauben befestigt. Da im Türstock nicht so viel Platz für stabile Befestigung ist, verwenden wir speziell gekröpfte Befestigungsplatten, die verklebt und verschraubt werden. Tragkraft 120 kg bei 2 Bändern. Wie Sie das Band einstellen können, erfahren Sie unter „Downloads & Media




Manche Einrichtungsstile verlangen alte Original-Beschläge. Meist sind es geschmiedete Beschläge, die in Eisen geschwärzt und geölt ausgeführt werden. Hier arbeiten wir mit Firmen bzw. Schlossereien aus der Gegend zusammen.




Schließblech

Das Schließblech ist ein kleiner, eher unscheinbarer Bauteil bei einer Türe. Allerdings ist es wichtig, dass das Schließblech perfekt zur Türe passt und absolut korrekt angepasst wird, um Ärger zu vermeiden. Grundsätzlich wird das Schließblech mit 3 Schrauben am Stock befestigt. Als zusätzlichen Schutz gegen ein Ausbrechen des Schließblechs und der Verkleidung werden bei uns 2 extra  Schrauben mit dem Stockfutter verbunden (in Kinderzimmern sehr wichtig). Vom Hersteller bekommt man das Schließblech nicht in der gewünschten Verarbeitung, daher müssen wir selber noch Hand anlegen und das Metallstück nacharbeiten.     
 
Bei den gefälzten Türen verwenden wir ein in 2 Stufen eingefrästes Vollmetallschließblech mit vier Einstellmöglichkeiten. 2-stufig eingefräst deshalb, damit das Schließblech bei geschlossener Türe nicht zu sehen ist. Wie Sie das Schließblech einstellen können, erfahren Sie unter „Downloads & Media“.



Bei bündigen Türen verwenden wir dasselbe Schließblech, jedoch mit einem Metalllappen, der so angeordnet ist, dass die Falle vom Türschloss drüber steifen kann und kein Holz beschädigt wird. Wie Sie das Schließblech einstellen können, erfahren Sie unter „Downloads & Media“


Bürstung

Standardmäßig werden unsere Weichholztüren (Fichte, Lärche, Zirbe, Tanne, Kiefer) gebürstet. Mittels rotierender Kunststoffbürsten werden die weichen Anteile des Holzes (die im Sommer schneller gewachsenen Jahresringe) etwas heraus genommen und die harten Anteile (die im Winter langsam wachsenden Jahresringe) stehen vor. Dadurch wird das Holz strapazierfähiger und kleine Beschädigungen, die durch das Bewohnen mit der Zeit entstehen, fallen nicht so auf bzw. stören dadurch weniger.

Beim Bürsten sind wir konsequent. Wir bürsten nicht nur die Flächen, die durch Maschinen leicht zu erreichen sind, sondern auch die Kanten, die mit Handgeräten nachgebürstet werden müssen. Dadurch wird ein gleichmäßiges und harmonisches Gesamtbild der Türe gesichert. Seit einigen Jahren bürsten wir auch Harthölzer wie Eiche, Esche und Ulme, damit erreichen wir eine natürlichere Oberfläche und eine bessere Haptik.



Bodenabschluss

Zunehmend wird versucht, Häuser und Wohnungen barrierefrei (gleiche Bodenhöhe in den Räumen) zu konzipieren. Dadurch haben die Türen einen Luftschlitz zum Boden hin, was bei einem Haus mit Zentralheizung auch vollkommen in Ordnung ist.

Es gibt jedoch auch Räume, die vom Luftzug, vom Schall oder vom Lichteinfall besser abgeschirmt sein sollen (z.B. Schlafräume). Hier schafft eine „Absenkdichtung“ Abhilfe. Das ist eine Schiene, die auf der unteren Kante unsichtbar eingefräst wird und beim Schließen der Türe durch eine Mechanik eine Dichtung an den Boden drückt.



Bei älteren Häusern mit zum Teil unterschiedlichen Bodenhöhen oder nicht gleichmäßig beheizten Räumen verbauen wir fallweise auch Hartholzstaffeln.


Wohnraumlüftung

In vielen Häusern und Wohnungen werden Wohnraumlüftungen eingebaut. Wenn der Luftaustausch zwischen den Räumen aber nicht durch Lüftungsklappen in der Wand geregelt wird, schlagen die Heizungsverantwortlichen vor, dass der Luftaustausch durch die Türe passieren muss. Unschöne Lüftungsgitter in der Türe oder optisch zu kurze Türen sind meist die Folge.

Wir haben eine andere Lösung. Wir fräsen bei den oberen Verkleidungen Lüftungsschlitze und schäumen den oberen Bereich des Stockes nicht. Somit wird der Luftaustausch unsichtbar über den Stock möglich.



Drücker

Türdrücker gibt es in den verschiedensten Formen, Farben, Normen, Preisen und Qualitäten. Wir können fast jeden Drücker besorgen und sind nicht an bestimmte Hersteller bzw. Händler gebunden.

Wir bieten Drücker an, wo das Preis- und Leistungsverhältnis stimmt und wir gute Erfahrungen gemacht haben. Es gibt Langschilddrücker (einteilig), Rosettendrücker (zweiteilig), Drücker, die bündig mit dem Türblatt abschließen und alte Kastenschlösser. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl weiter.

Sonderlösungen

Manchmal ist es notwendig, für besondere Einbausituationen Türen zu entwickeln. Mittels Gespräch und einem „Ausschlussverfahren“, wo Optik, Bedienbarkeit, Alltagstauglichkeit und Umsetzbarkeit abgefragt werden, kommen wir gemeinsam meistens sehr rasch zur richtigen Türe für Ihren „speziellen Fall“.

Fast jede Türform wurde von uns schon gefertigt und hat im Einzelfall ihre Berechtigung. Die Vor- und Nachteile jeder Lösung können wir gerne erklären.

Schiebetüren

Schiebetüren sind  eine beliebte Art, Räume zu trennen. Sie eignen sich, wenn sie die meiste Zeit offen stehen oder eine Drehtüre keinen Platz findet. Als Haupttüre, beim Windfang oder als Eingang ins Wohnzimmer und in die Küche würde ich Ihnen von einer Schiebetüre abraten.
Schiebetüren teilt man in zwei Kategorien ein: vor der der Wand laufend oder in der Wand laufend. 

Bei der Schiebtüre vor der Wand laufend braucht man im Vorhinein nicht viel berücksichtigen. Diese wird - wie die Drehtüren auch - montiert, nachdem die Wände gestrichen und die Fliesen und der Holzboden verlegt sind. Wenn Sie beim Boden einen Materialwechsel haben (Stein – Holz), dann müssen Sie mit dem Stoß etwas weiter in den Raum hinein gehen, wo die Türe läuft.

Bei einer Schiebetüre, die in der Wand läuft, muss man sich im Vorfeld schon etwas mehr Gedanken machen. Es gehört beim Aufstellen der Wand ein „Schiebetürkasten“ (Scrigno, Eclisse, Seisenberger, usw.) integriert. Die Unterkante der Laufschiene soll von der Höhe gleich oder etwas höher mit den anderen Stürzen in dem Geschoss gemacht werden. Damit haben die normalen Türen und die Schiebetüren dieselbe Durchgangshöhe. Der Materialwechsel zweier Böden muss in der Mitte der Schiene verlaufen, damit bei geschlossener Türe der andere Boden nicht zu sehen ist.

Schiebetürblätter mit geputzten Leibungen ohne Stock. Diese Machart erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wichtig dabei ist zu überdenken, ob sich die Türe auch noch einhängen lässt, wenn die Leibungen fertig geputzt sind. Wenn die Türe gegen eine Wand läuft, würde man die Türe in eine putzbündige U-Schiene einlaufen lassen. Dadurch werden kleine Unregelmäßigkeiten in der Wand besser ausgeglichen, es fällt kein Licht durch und der Flügel hat eine Führung.

Verbindungen

Bei den Verbindungen setzten wir auf Langlebigkeit. Die Füllungstüren werden mittels Konterprofil und langen, 15 mm dicken Buchendübeln zusammengeleimt.

Die Stöcke werden mit Leim, Schwalbenschwanzverbindern und langen Stockschrauben verbunden. Unsere Verkleidungen werden nicht - wie bei der Industrie aus produktionstechnischen Gründen nötig - auf Gehrung geschnitten, sondern es wird eine echte, stumpfe Verbindung gemacht. So passt die stehende Fuge bei den Verkleidungen perfekt zu den stehenden Fugen bei den Rahmentüren. Außerdem entsteht ein sauberer Abschluss, wenn man die Verkleidungen in der Breite  an eine Wand anpassen muss.
Bei den Stöcken und bei den Füllungstüren machen wir bei den Ecken, wo Längsholz auf Querholz trifft, eine V – Fuge. Somit schauen die Übergänge sauber und perfekt aus. Das ist vor allem bei gebürsteten und weißen Türen ganz wichtig und unterstreicht die Echtheit.

Oberflächen

Eine Türe ist ein Gebrauchsgegenstand, den Sie täglich mehrmals in die Hand nehmen. Darum ist es wichtig, dass die Holzart und die Oberfläche an Ihre Bedürfnisse/Lebensumstände abgestimmt und angepasst sind. Da wir an keinen Hersteller gebunden sind, können wir auf Kundenwunsch die Türoberflächen an die Oberflächen Ihrer Möbeln oder Böden anpassen.

Wir unterscheiden zwei Arten: Lacke und Lasuren, die sich als Schutzschicht über die Holzoberfläche legen oder Öle und Wachse, die sich ein Stück in das Holz einziehen. Es hat jede Oberfläche seine Vor- und Nachteile. Mehr erfahren Sie unter „Pflege & Reparatur“.

Glas

Als Ergänzung zu unseren Massivholztüren bieten wir auch Glastüren in den unterschiedlichsten Formen und Varianten an. Ein Fixglaselement genauso wie eine Türe mit echt glasteilenden Holzsprossen. Dabei richtet sich das Glasformat nach den restlichen Glasteilen im Haus. Die Glashalteleisten werden sehr dezent (bündig mit dem Türblatt, mit Metallstiften und Silikon befestigt und immer auf der Seite, wo sie am wenigsten stören angebracht) gefertigt.

Dichtungen

Alle unsere Türen haben spezielle auf unsere Türen abgestimmte Gummi- oder Silikondichtungen, die auf die jeweiligen Türstöcke  bezüglich Farbe und der Dichtungsform angepasst werden. Die Gummidichtung ist vor allem wichtig, damit die Türe beim Schließen nicht knallt und man beim Schließen der Türe nur leicht nachdrücken muss. Wir lassen uns speziell für unsere Türen abgestimmte Dichtungen ziehen.

Montage

Die Türe kann noch so gut und schön sein. Wenn sie nicht perfekt eingebaut wird, haben Sie keine Freude damit.  Die Grundlage zur sauberen Montage wird bei der Natur-Maßnahme gelegt. Der beste Zeitpunkt zum Messen der Türen ist, wenn der Estrich begehbar ist. Da sollten Sie schon wissen, wie dick die Böden sind bzw. wo und wie hoch die Wandfliesen kommen werden.

Jede einzelne Türe wird von mir vermessen. Dabei legen wir die Aufgangsrichtung und eventuell nötige Sonderlösungen fest. Wenn nötig, weise ich Sie zu diesem Zeitpunkt auf kleine bauliche Fehler oder Mängel hin, die noch korrigiert werden sollten. Unsere Türen werden auf Maß gefertigt und werden beim Montieren auf die speziellen Bedingungen vor Ort angepasst. Wenn es nicht „zu weit fehlt“, können wir z.B. unebene Wände ausgleichen; wenn der Boden nicht in einer Ebene ist, fertigen wir Stock und Türblatt etwas länger; sind die Fliesen halbhoch angebracht, nehmen wir die Fliesen bei der Verkleidung aus; ist seitlich bei der Wand nicht genug Platz für eine Verkleidung, lassen wir die Kante weg und die Verkleidung steht bei der Wand an. Für die meisten Einbausituationen gibt es die optimale Lösung, die es zu finden gilt.

Unsere Türen werden mit einem 2-Komponenten-Schaum eingeschäumt. Siehe „Media und Downloads“. Seitlich bei den Verkleidungen, wo Holz und Wand zusammen kommen, ziehen wir eine kleine Silikon- oder Acrylfuge. Ab und zu kommt der Wunsch von Kunden, die Türen ohne Schaum einzubauen. Das ist natürlich auch möglich, aber mit etwas mehr Montageaufwand verbunden (Zusatzkosten). Hier gibt es verschiedene Lösungen mit Keilen oder Stockschrauben bzw. wird der freie Raum mit Steinwolle, Hanf oder Schafwolle gedämmt.      

Unser(e)  Monteur(e) brauchen je nach Türgröße in jedem Geschoß einen Platz mit ca. 10 -12 m², wo sie arbeiten können. Wir legen die Gehwege und den Arbeitsraum mit Decken aus, bei den Elektrogeräten haben wir einen Staubsauger angehängt. Die Baustelle wird, was unsere Arbeiten betrifft, besenrein verlassen.