Entstehung Haustüren

Entstehung Haustüren

Oft hört man, dass es für den ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Aber ist das auch bei einem Haus so?

Stellen Sie sich einen alten, liebevoll hergerichteten Bauernhof mit Kastenfenstern, Altholzschalung, und alten Putztechniken bei den dicken Steinwänden vor. In diesem Haus dann eine industriell gefertigte Haustüre, aus dem Katalog, mit unnatürlicher Oberfläche. Ich kann und will es mir gar nicht vorstellen. Vielen unserer Kunden geht es ähnlich. Sie finden keine passende Haustüre am Markt. Die angebotenen Haustüren schauen alle gleich aus.

Wenn wir nach einer Haustüre gefragt werden, kommt von uns die Gegenfrage: „Wie schaut Ihr Haus aus?“ In sehr vielen Fällen, gibt die Fassade, die Fenstereinteilung oder die Türgröße vor, wie die Haustüre auszusehen hat. Ganz nach dem Motto: „Zeig mir dein Haus und ich zeige dir die passende Haustüre, die zu deinem Haus passt!“ Bei diesem Gespräch entwerfen wir vorab eine Handskizze von der Haustüre, die Sie die nächsten Jahrzehnte begleiten wird. Für die Produktion fertigen wir dann eine Computerzeichnung, die dann von den Proportionen her richtig abgestimmt ist.

 

Wir fertigen ausschließlich Haustüren aus Massivholz an. Ab und an haben wir Kunden, die unsere Türe mit einer Aluschale belegt haben möchten. Für solche Fälle arbeiten wir mit einem Partner zusammen, der für uns die Aluarbeiten macht. Das ist aber nicht unsere Kernkompetenz und wollen wir auch nicht weiter ausbauen. Wir verarbeiten ausschließlich heimische Hölzer. Folgende Holzarten eigenen sich besonders gut für Haustüren: Fichte, Tanne, Lärche, Douglasie, Ulme und natürlich Eiche. Die meisten der genannten Holzarten bekommen Sie auch in Altholz oder mit feuer- oder sonnenverbrannter Oberfläche. Wir können unsere Haustüren auch farbig lackieren. Auch bei diesen Türen befindet sich eine echte Holztüre unter der Lackschicht. Wie bei der moosgrün–weiß lackierten Haustüre, in Altausseer-Bauweise, oben im Bild zu sehen ist. Auf diesem Bild können Sie auch sehr gut erkennen, dass wir die Haustüre auf die Fensterteilung abgestimmt haben.

Unsere Haustüren zeichnen sich durch ein natürliches Erscheinungsbild und eine zum Haus passende Optik aus. Die Oberfläche wird von uns nicht künstlich mit Dickschichtlasuren behandelt, wo man später dreimal hinschauen muss, ob es sich dabei um eine echte Holzhaustüre handelt. Beim Gespräch weisen wir immer darauf hin, dass Holzhaustüren einen konstruktiven Holzschutz benötigen. Damit ist gemeint, dass die Haustüre durch eine tiefe Spalette, einen größeren Dachvorsprung oder einem Vordach geschützt sein muss. Die Holzhaustüre soll nicht exponiert im Regen stehen. Außerdem ist es im Alltag kein Nachteil, wenn der Bereich vor der Haustüre überdacht ist. Somit ist man bei Schlechtwetter auch selbst geschützt und steht beim Öffnen nicht im Regen. Im Winter ist der Schnee nicht unmittelbar vor der Haustüre und der Postbote kann die Pakete im Trockenen ablegen. Sehr viele Fehler können durch eine durchdachte und geschickte Planung im Vorfeld vermieden werden.

 

Stocklösungen

Der Rahmenstock – Ist die häufigste Form der Stocklösungen bei Haustüren. Die Industrie bietet zum größten Teil nur diese Variante an. Sie können sich den Querschnitt ähnlich wie bei einem Fensterstock vorstellen. Wir verbauen diesen Stock vor allem bei moderneren Haustüren, oft auch mit angeschlossenen Glasseitenteilen.

 

 

Gerne verwenden wir Rahmenstöcke aber auch als Anschlussstock an alte und neue Granitstöcke.

 

 

Der Pfostenstock – Ist die bei uns die am Häufigsten verbaute Stockvariante. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Wir arbeiten sehr oft in Häusern mit sehr dicken Wänden. Weiter oben im Text haben wir bereits erwähnt, dass Holzhaustüren einen konstruktiven Holzschutz benötigen und möglichst weit innen sitzen sollen. Damit die Spalette optisch nicht zu tief wird, wird über einen Bereich der Leibung ein Holzstock gefertigt. Je nach Dicke der Wand, hat der Holzpfosten davon ein Drittel bis zur Hälfte dieser Wandstärke. Auf der Innenseite hat der Pfostenstock eine Verkleidung der die Wandkante sauber abdeckt. Weil der Pfostenstock in der Fertigung mehr Arbeit mit sich bringt als ein einfacher Rahmenstock, wird dieser in der Beratung bei vielen Mitanbietern nicht so gerne als Alternative angeboten.

 

 

Umfassungszarge – Diese Form sieht man eher nicht so oft. Bei dicken Wänden, wie auch bei dem Bild unterhalb, ist es wichtig, dass auch die Leibung dazu schräg nach außen verläuft. Wenn die Wand nicht so dick ist, macht das natürlich keinen Sinn. Durch diese Machart bekommt die Haustüre optisch mehr Gewicht in der Fassade und der Besucher weiß sofort wo er reingehen muss.

 

 

Haustürwand – „Haustürwand“ bezeichnen wir eine Türe, wo sich der Kunde oder der Architekt dafür entschieden hat, eine Holzwand als dekoratives Bauteil, in der Hausansicht zu verwenden. In dieser Holzwand ist eine glatte Türe zu finden, bei der im Idealfall dann auch noch die Holzmaserung vom Türblatt auf die Stockteile weiter laufen. Solche Türen werden gerne bei ganz modernen Häusern eingesetzt, um dem Eingang etwas Charakter zu verleihen. Das Türblatt und der Türstock sind hier meistens in einer Ebene, so dass sich das Türblatt oft nur durch eine kleine Fuge abzeichnet. Dabei werden verdeckt liegende Beschläge verarbeitet.

 

 

Grundformen

Füllungstüren – Oder auch Kassettentüren genannt, hat es schon immer gegeben. Diese werden nach einem einfachen Prinzip gefertigt. Es gibt einen umlaufenden Rahmen der die Türe gerade hält und die Füllungen die sich innerhalb des Rahmens bewegen können. Früher konnte man das Holz noch nicht so zähmen wie heute. Deswegen gab es oft kleine Schlitze zwischen den Rahmen und der Füllungen, wo man durschauen konnte. Das ist mitunter auch ein Grund, warum man heute keine echten, alten Haustüren in den modernen Häusern mehr findet. Mit den Zentralheizungen würde das nur noch bedingt funktionieren. Bei uns bekommen sie noch echte Füllungstüren am Stand der Technik. Es gibt ganz viele Möglichkeiten die Füllungen anzuordnen. Einen großen Einfluss auf die Optik bei Füllungstüren, haben die Fensterteilungen. Gerne können Sie sich in unserem Türenkonfigurator durchklicken. Alle diese Türen, bekommen Sie in leicht abgewandelter Form auch als Haustüre. Je nach Haustyp können die Haustüren mit Gesimsen, Kapitälen oder Schnitzereien gearbeitet werden. Man kann Füllungstüren auch modern gestalten. Bei Haustüren braucht es oft mehrere Anläufe die richtige Türe zu finden. Oft müssen mehrfach Skizzen angefertigt werden.

 

 

Glatte Haustüren – Werden vor allem im modernen Hausbau eingesetzt. Sie bekommen die Türe mit stehender oder liegender Maserung und in den unterschiedlichsten Holzqualitäten: Eher lebendig mit Ästen und Rissen aber auch astarm, mit schlichter Jahresringlage. Durch die Innentürenfertigung haben wir hier auch die Möglichkeit, Ihnen Haustüren mit sehr breiten Brettern anzubieten. Gerne werden die Bretter in letzter Zeit durch eine V-Fuge betont, um die breiten Bretter besser heraus zu heben. Die Türe bekommt dadurch etwas mehr Tiefe. Diese Türen werden oft mit Glasseitenteilen oder fixen Oberlichten kombiniert.

 

 

Glatte Türe mit aufgelegtem Türbild – Ist im Wesentlichen vom Aufbau dasselbe wie die Türen zuvor.

Auf der Innenseite ist es meistens ein glattes Türblatt das gerne zu den Innentüren passt, auf der Außenseite, wird zum Haustyp passend, ein Muster aufgeleimt. Das kann ein aufgestelltes Quadrat aus sonnenverbrannten Altholz sein, aber genauso auch eine moderne Stäbchenoptik, die sich an der Fassadenschalung orientiert.

 

 

Aufbau

Wie schaut es eigentlich mit den inneren Werten unserer Haustüren aus?

Der Stock wird je nach Stocklösung, aus Massivholzbrettern mehrschichtig und wasserfest verleimt. Die Türblätter haben eine Dicke von circa 80 mm und werden mit Metalleinlagen gefertigt. Bei den glatten Türblättern greifen wir auf einen fertigen Haustürrohling zurück, die wir selber nicht besser machen können. Die Rohlinge sind mit verschweißten Metallrahmen, Dämmmaterialien, Kabelkanälen und vor allem einer Verzugsgarantie für viele Jahre ausgestattet. Alleine der Rohling hat da gerne schon ein Gewicht von 70 bis 80 kg und das bei einer normalen Türgrösse von 100 x 210 cm. Diese Rohlinge werden dann von uns mit Massivholzkanten und mit den entsprechenden Deckhölzern verleimt. Für unsere Kassettentüren machen wir den Aufbau zur Gänze selber. Die Türen haben ebenfalls eine Dicke von 80 mm. Wohnungs- oder Nebeneingangstüren werden gern auch mal etwas dünner gefertigt. Unsere Haustürfriese haben einen Massivholz Fichtenkern, mit beidseitig 1 mm dicken Aluminiumplatten. Darauf wird dann die Deckschicht mit circa 5 mm Dicke, wasserfest aufgeleimt. An den Kanten kommen dicke Holzeinleimer, im selben Holz wie das Deckmaterial, zum Einsatz. Die Füllungen sind gerne 5 bis 7-schichtig verleimt und haben je nach Kantenausführung eine Dicke zwischen 50 und 60 mm. Wir verbauen unsere Haustüren schon viele Jahre bei Kunden,  wir mussten noch nie eine Türe austauschen, weil es den Stock oder das Türblatt verzogen hat.

 

 

Abdichten

Abdichten gegenüber Kälte, Wärme und Schall, sind die Kernaufgaben einer Haustüre. Wir haben einen Kunden in der Wachau, wo die Donau in regelmäßigen Abständen über die Ufer tritt. Unser Kunde bleibt entspannt und hat uns erzählt: Immer, wenn der Pegel eine kritische Marke erreicht, versperrt er die Haustüre zweimal, weil es dann die Haustüre noch besser an die Dichtung heran drückt und abends spreizt er dann zur Sicherheit ein Kantholz hinter der Türe ein. Seitdem er unsere Haustüre hat, hatte er kein Wasser mehr im Haus. Um eine solch gute Abdichtung zu erhalten, haben unsere Haustüren zwei bis drei eingefräste Gummidichtungen verbaut. Die wichtigste Dichtung dabei ist die umlaufende Dichtung, die an den beiden Längskanten aber auch an den beiden Stirnseiten in derselben Ebene sitzt und somit auch an den Kanten gut abschließt. Die Zweite und teils Dritte Dichtungsebene, dient als Sicherheitsebene, welche bei modernen Haustüren einen Standard darstellen. Im unteren Bereich haben wir in der Regel zwei Dichtungsebenen verbaut, die mit der thermisch, getrennten Bodenschiene abgestimmt werden. Wie angesprochen ist am Boden eine thermische, getrennte Schiene verbaut. Diese Schiene verhindert, dass die Kälte von außen über den Bodenanschlag nach innen kriechen kann und muss über einer thermischen Trennung, zwischen Estrich und Außenniveau sitzen. Die Trennung wird in der Regel mit Purenit gemacht. Purenit ist ein druckfestes und wasserfestes Isoliermaterial, dass zusätzlich Metallteile enthält um Mäuse fernzuhalten. Es wird auf der Bodenplatte aufgestellt und verschraubt oder verklebt. Das gleiche Material haben Hebeschiebtüren oder Balkontüren von den Fensterbauern unter ihren Elementen.

 


Anschlussdetails HET Pfst
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Anschlussdetails HET Rst
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Wetterschenkel

Aus unserer Sicht, ist der Wetterschenkel ein wichtiger Bauteil bei der Haustüre. Und deswegen findet man diesen auch bei fast jeder Haustüre von uns. Was sind die Aufgaben von so einem Wetterschenkel: Wird die Haustüre doch einmal nass, weil der Regen von der Seite kommt oder man beim zusammenwaschen mit dem Gartenschlauch die Haustüre erwischt, kommt genau dieser Wetterschenkel zum Einsatz. Läuft das Wasser entlang der Türe runter, dann befördert der Wetterschenkel das Wasser etwas von der Anschlussschwelle weg, damit das Wasser durch die Oberflächenspannung nicht unten rein laufen kann. Unten im Wetterschenkel ist eine Wassernase eingefräst, dass auch hier kein Tropfen eine Chance hat. Aber nicht nur aus technischen Gründen empfehlen wir einen Wetterschenkel. Optisch braucht eine Haustüre einen Abschluss. Der Wetterschenkel lässt die Türe unten schwerer wirken und die Türe steht optisch schön am Boden auf.

 

 

Beschläge und Sicherheit

Haustüren sind oftmals sehr große und schwere Türen. Umso wichtiger ist es auch, dass die Bänder und Schlösser auf das Gewicht abgestimmt sind. Eine normale Eichenhaustüre, mit einer Größe von 100 x 210 cm kann gleich mal 85 bis 95 kg haben. Bei normalen, gefälzten Türen mit sichtbaren Bändern, verwenden wir immer drei Türbänder. Mit den Bändern, die wir verwenden, dürfte die Türe bis zu 200 kg schwer sein. Die Bänder sind dreidimensional einstellbar und in verschiedensten Farben, passend zu den Drückern, erhältlich. Auf Wunsch können wir Haustüren auch bündig fertigen. Hier setzen wir auf den gleichen Hersteller wie bei unseren zargenbündigen Innentüren und verbauen von der Firma Simons das Tectus 640 3D Band. Zwei dieser Bänder sind für ein Türgewicht von 160 kg ausgelegt. Weil es bei türstockbündigen Türen sofort ins Auge sticht, wenn die umlaufende Fuge nicht passt, werden diese Türen von uns gerne mit drei oder vier Bändern ausgestattet. Eigentlich total überdimensioniert, aber somit hat man die Sicherheit für viele Jahre . Natürlich gibt es auch Haustüren, zu denen die modernen Bänder nicht passen. In diesem Fall arbeiten wir mit guten Schmiedebetrieben zusammen, die auf die Haustüre abgestimmt, Lang- oder Kreuzbänder anfertigen.

 

 

Als Standartschloss haben wir für unsere Haustüren ein Fallenriegelschloss mit drei Verriegelungspunkten definiert. Was das ist und was das genau bedeutet lesen Sie hier:

An einer Längskante jeder Haustüre befindet sich ein eingelassenes Türschloss. Früher meistens ein Schloss mit einer Verriegelung, in der Höhe des Türdrückers. Heute wird ein Türschloss mit drei Verriegelungspunkten verbaut, bestehend aus: Falle, Riegel, Bolzen oder Hacken. Wir haben uns gegen die Riegel-, Bolzen-, oder Hackenlösung entschieden. Damit die Haustüre mit solchen Schlössern gut verriegelt, muss man immer aktiv den Schlüssel umdrehen, wenn man das Haus verlässt. Das wird gerne vergessen und die Türe hält nur an der Falle. Dann könnte man die Türe, wie man es oft in Filmen sieht, mit einer Kreditkarte öffnen. Und im Fall von einem Einbruch haben Sie vermutlich eine Teilschuld, weil die Haustüre nicht ordnungsgemäß versperrt war.

Wir hingegen versuchen es für den Kunden möglichst einfach und für den Einbrecher möglichst schwierig zu gestalten. Unser Schloss setzt genau da an: Es sind drei Fallenriegel verbaut. Sobald die Haustüre geschlossen wird, ist die Türe an drei Stellen verriegelt. Die Türe kann von innen durch das runterdrücken des Türdrückers oder von außen durch das Aufsperren mit dem Schlüssel entriegelt und geöffnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass außen eine Griffstange oder ein fixer Knopf verbaut ist. Man kann das Schloss auch mit beidseitigem Drücker verwenden. Dann muss man aber wieder mit dem Schlüssel zusperren. Für das gleiche Schloss gibt es auch eine Erweiterung, mit dem die Türe elektrisch geöffnet werden kann. Das Türblatt braucht einen Kabelkanal, einen Kabelübergang vom Türblatt zum Stock und einen Motor, der am Schloss angebaut ist und in das Türblatt eingelassen werden muss. Dann können Sie die Türe mit Fingerprint, Zahlenschloss oder durch eine Haussteuerung öffnen. Früher brauchte es für diese Funktionen teure Motorriegelschlösser. Das Schloss ist geeignet für den Einsatz in Sicherheitstüren der Klasse WK 2 und WK 3. Unsere Haustüren sind zwar konstruiert wie Sicherheitstüren und haben auch die nötigen Beschläge, sind aber nicht geprüft!

 

 

Der Name Motorriegelschloss, sagt eigentlich schon aus was dieses Schloss ausmacht. Ein Motor verriegelt die Türe automatisch, sobald diese geschlossen wird. Am Sichersten sind solche Schlösser, wenn Hackenrigel eingesetzt werden. Durch das Fallenriegelschloss, das im Wesentlichen die gleichen Aufgaben erfüllt, werden diese Schlösser nicht mehr so oft verwendet. Braucht man aber zum Beispiel in einem Geschäft, oder von einem Wohnraum in den Garten, eine Tagesfunktion, dann ist das bestimmt die beste Lösung.

Was genau macht eine Tagesfunktion: Ein Tagesfunktion sagt nur aus, dass man die Türe bei einem kleinen Schalter auf entriegelt und verriegelt umschalten kann. Wenn die Türe entriegelt ist, kann diese einfach geöffnet werden, ohne mit dem Schlüssel aufzusperren. Abends darf man nicht vergessen den Schalter wieder umzulegen. Es können aber auch Zeiten programmiert werden. Bei einer Haustüre mit Tagesfunktion, gehört unbedingt ein Türschließer montiert.

 

 

Der Türschließer schließt die Haustüre zuverlässig, kann aber auch die Türe bei 90 ° offenhalten. Wir verbauen hauptsächlich verdeckte Türschließer, die bei geschlossener Türe nicht zu sehen sind. Diese werden von uns oben im Stock und im Türblatt eingelassen. Bei dem Türschließer der von uns verwendet wird, kann die Schließkraft und die Schließgeschwindigkeit eingestellt werden. Die Einstellungen der Geschwindigkeit können sich jedoch mit der Außentemperatur, leicht verändern. Wenn das Öl im Schließzylinder kälter ist, geht es etwas langsamer, wenn es recht heiß draußen ist, ist das Öl sehr dünnflüssig und die Türe schließt etwas schneller. Hier gilt es eine gute Einstellung zu finden, die bei allen Temperaturen gut passt. Auch sollte man darauf Acht geben, dass die Türe nicht weiter wie 120 ° öffnet.

 

 

Wer die Haustüre mit einer elektrischen Zugangskontrolle öffnen möchte, braucht dafür in der Türe einen Kabelübergang. Es gibt kabellose Übergänge mit Stösselkontakten und eingebauten Trafos. Aber auch Lösungen, mit metallummantelten Schleppkabeln. Beide Varianten haben ihre Einsatzgebiete. Derzeit verbauen wir vermehrt wieder die bewährte Technik mit Schleppkabeln. Bei dieser Lösung ist weniger Technik verbaut und man kann trotzdem jegliche Art von Steuerung anhängen. Oft ist die einfache und bewährte Technik die bessere. Unsere Türen werden fertig verkabelt angeliefert und vorab bei uns in der Firma getestet. Vor Ort muss die Haustüre aber vom Elektriker angeschlossen werden. Perfekt ist es natürlich, wenn dieser gleich bei der Montage anwesend ist. Bevor die Kabel zur Türe verlegt werden, fragen Sie bitte bei uns nach, wo wir welche Anschlüsse brauchen und welche Spannungen benötigt werden. Wir zeichnen ihnen einen Plan.

 

 

Bedieneinheiten wie Fingerprint, Zahlenschloss oder der Türöffner, kommen oft vom Elektriker und sind oft mit Klingelschildern, Sprechanlage oder mit der Haussteuerung verbunden. Wir können die Bedienelemente gerne mitliefern, dürfen diese aber nicht anschließen. Wenn eine Bedieneinheit mit dabei ist, dann führen wir das in einem eigenen Punkt im Angebot oder in der Auftragsbestätigung an. Wenn der Fingerprint gleich in der Türe oder im Türgriff verbaut werden soll, dann wird das natürlich von uns fix fertig ausgeliefert. Der Elektriker braucht die Haustüre nur noch anhängen. Die klassische Form in der Wand daneben ist natürlich auch möglich. Ob in der Türe oder in der Wand daneben, kommt auf die Gewohnheiten des Kunden bzw. auch auf die Optik der Türe an. In eine traditionelle Altholztüre, die optisch gemacht wird, als wäre sie schon Jahrhunderte im Haus verbaut, wird man den Fingerscann nicht in die Türe machen. Kommen der Fingerscann bzw. das Zahlenschloss von uns, dann arbeiten wir gerne mit der österreichischen Firma E-Key zusammen. Die Firma hat in Linz ihren Sitz und hat viele optische, als auch technische Möglichkeiten parat. Nach der Auftragserteilung bekommt der Kunde von uns einen Installationsplan. Gerne stimmen wir uns mit dem Elektriker direkt ab.

 

Eine besondere Art seine Haustüre zu öffnen, ist die Pivot Türe. Im Innentürenbereich machen wir regelmäßig solche Türen. Im Haustürbereich sieht man solche Türen noch eher selten. Die Grundlage dafür ist der Drehbeschlag von der Firma FritsJurgens. Der Beschlag ist für ein Türgewicht von 500 kg ausgelegt, kann an verschiedene Stellungen arretiert werden und schließt von selber. Das Besondere an einer solchen Türe ist, dass der Drehpunkt im Boden und im oberen Stockteil zu finden ist. Ein kleinerer Teil der Türe dreht nach außen und der größere Teil, wo man durchgeht, dreht in das Haus hinein. Bei dem Video unterhalb, sehen Sie eine Türe die von uns für einen Windfang angefertigt wurde.

 

Wo greift man unsere Türen an? Drücker, Knöpfe, Griffstangen aus Metall oder aus Holz. Wenn sich der Kunden von der Handhabung mal für ein System (Drücker/ Drücker, Knopf/Drücker oder Griffstange/Drücker) entschieden hat, gilt es eine entsprechende Optik zu finden. Es gibt hunderte Seiten in den verschiedensten Katalogen. Sollten Sie in den Katalogen nicht das Richtige finden, kontaktieren wir unsere Schlosser oder Schmiede, damit sie was Schönes für Sie anfertigen. Immer wieder machen wir auch Griffstangen aus Holz. Bei Knöpfen achten wir immer besonders darauf, dass der Ansatz leicht gekröpft ist. Dadurch wird ein Einklemmen der Finger, zwischen Drücker und Türstock vermieden. Im Außenbereich werden immer Sicherheitsdrücker oder Sicherheitsrosetten, oft auch mit Kernbohrschutz, verwendet. Diese können von außen nicht abmontiert werden bzw. wird das Aufbrechen der Türe damit erheblich erschwert.

 

 

Der Zylinder sperrt das Haustürschloss. Wir verwenden immer Qualitätszylinder von namhaften Markenherstellern. Standartmäßig werden bei einem Zylinder drei Schlüssel mitgeliefert. Wenn Sie mehr Schlüsseln benötigen, bestellen Sie diese gleich mit, da es deutlich günstiger kommt, wie wenn diese später extra angefertigt werden müssen. Bei großen Häusern oder mehreren Parteien in einem Haus sind gerne auch Schließanlagen gewünscht, mit unterschiedlichen Prioritäten. Wir bestellen die Zylinder immer so, dass man auch von außen aufsperren kann, wenn innen ein Schlüssel steckt. Sehr gerne wird innen ein Drehknopf verbaut, der fix am Zylinder montiert ist und man so keinen Schlüssel zum Versperren von Innen benötigt.

 

 

Wie immer sind es oft die Kleinigkeiten, die einer Haustüre den letzten Schliff verleihen und das gewisse Etwas herausholen. Wir haben ein kleines aber feines Sortiment an Türbeschlägen, die wir ihnen gerne vorstellen. Ob geschmiedete Eisennägel, Türklopfer, Postschlitze, Türzugringe, usw. Auch hier kommen unsere Schmiedebetriebe aus der Nähe zum Einsatz. Meistens bei den Füllungstüren mit Glasfeldern und Fenstergittern davor. Oft werden dabei auch Details entwickelt, wie ein Türgitter das man öffnen kann, um die Scheibe besser reinigen zu können. Für die Besprechungen über die Gestaltung, nehmen hier die Kunden gerne direkt Kontakt mit den jeweiligen Handwerkern auf.

 

 

Glas

Wenn Sie in ihrer Haustüre ein Glaselement haben möchten, egal ob im Stock, Seitenteil oder im Türblatt, dann sollten Sie darauf achten, dass dieses den gleichen Dämmwert wie die Fensterscheiben im Haus haben. In den meisten Fällen wird Klarglas oder Satinatoglas verwendet. Wir haben aber auch Lieferanten mit alten Glasmustern. Wenn die Türe Sprossen bekommt, dann ist es uns wichtig, dass die Sprossen zierlich und schlank ausgeführt werden und dass hinter dem Holzsprossen auch ein Glassteg sitzt, damit man dahinter nicht durchschauen kann. Wir bestellen die Gläser erst, wenn wir ein genaues Naturmass an der Türe nehmen können. Aus diesem Grund verlängert sich hier öfter die Lieferzeit etwas. Bei satinierten Gläsern lassen wir gerne beide äußeren Scheiben satinieren, damit man nicht auf die Glasstege reinschauen kann. Das sind kleine Details die jedoch viele Kunden an uns schätzen. Die Gläser werden fachgerecht verklotzt, so nennt man das verkeilen im Glasfalz. Vorlegebänder werden zwischen Holz und Glas geklebt, mit speziellen Glasleistenschrauben die einen sehr kleinen Kopf haben verschraubt und Silikonfugen zwischen Glas und Holz gezogen. Gerne können wir auch Gläser mit höherem Härtegrad bestellen, wie zum Beispiel „Hammerfest“. Es macht jedoch nicht viel Sinn, wenn die Haustüre gut gesichert ist, man dann ohne großen Aufwand bei den Fenstern oder einfachen Nebeneingängen in das Haus kommt.

 

 

Profile

Profile geben der Haustüre Charakter. Darf es etwas verspielter und schwerer sein? Oder soll die Türe schlicht und einfach gestaltet werden? Das sind die Feinheiten, die einen großen Unterschied ausmachen. Sie bekommen dieselben Kanten wie bei unseren Innentüren. Daher können Sie hier gerne den Konfigurator  zum Gustieren verwenden. Die Kanten von den Innentüren stehen jedoch nicht vom Türblatt vor, sondern sind bündig mit der Türe, wie das auch früher gemacht wurde. Bei Haustüren kann es manchmal sein, dass die Türe mehr Tiefe und Gewicht benötigt. Für solche Fälle arbeiten wir mit Glas- und Füllungsleisten, die der Türe mehr Körper verleihen. Gerne beraten wir Sie, was am besten zu ihrem Haus passt.

 

 

Sonderformen

Die Haustüre darf sich zu den anderen Türen im Haus abheben, sollte jedoch in Größe und Form zum Haus passen. Wir haben kein vorgefertigtes Haustürenprogramm. Jede Türe wird mit dem Kunden individuell geplant. Keine Angst, das ist keine Doktorarbeit. Ihre Vorentscheidungen beim Haus, geben uns da schon sehr viel vor. Wenn nötig können wir Haustüren mit Rundbogen, Korbbogen, Segmentbögen, Oberlichten, Seitenteilen, klassisch zweiflügelig oder auch wenn nicht genügend Platz zu Verfügung steht, mit geschummelten Mittelanschlägen fertigen. Weil wir aus der Innentürfertigung viel Erfahrung haben und seit vielen Jahren jährlich 30 bis 40 Haustüren fertigen, sind das für uns keine Experimente. Die Prozesssicherheit erlaubt uns auch Türen anzubieten, die wir noch nie gemacht haben. Wir haben Freude mit jeder neuen Aufgabe, darum haben wir auch einige Türformen im Kopf die wir gerne umsetzten möchten. Fragen Sie uns gerne danach. Stichworte dazu sind:

Fetzentüre = Holztüre die von einem Schmied, mit einem geschmiedeten Blech belegt wird. Das ist bei traditionellen, aber auch bei modernen Türen möglich. Es handelt sich dabei um kein homogenes, glattes Blech, sondern wird aus verschiedenen Blechfetzen zusammengeschmiedet. Für die Alltagstauglichkeit beim Öffnen und Schließen und für die Isolierung sorgen wir mit unserem Grundkörper. Den passenden Schmied für dieses Projekt, wüsste ich schon.

Pferdeboxentüre = Das ist nicht der richtige Ausdruck dafür, aber diese Türe erinnert daran. Bei dieser Türe lässt sich der obere Bereich einzeln öffnen, wenn zum Beispiel der Postler vor der Türe steht. Der untere Teil bleibt als Tagestüre geschlossen. Man kann die beiden Teile aber auch mit einem einfachen Schubriegel verbinden und die Türe wie eine normale Türe verwenden.

Pivot Haustüre = Diese Form von Türe, habe ich weiter oben schon beschrieben und auch schon gefertigt. Es gibt aber noch viele Möglichkeiten solche Türen anders zu gestalten.

Die Türe aus dem Urlaub = Soll bedeuten, dass wir mit offenen Augen unterwegs sind. Und immer wenn wir schöne Türen sehen, diese fotografieren. Das passiert mir sehr oft, wenn ich in anderen Gegenden auf Urlaub bin. Solche Einflüsse spielen bei der Beratung natürlich auch eine Rolle. Sehr oft kommen auch Kunden mit solchen Wünschen zu uns.

Haustüre, verbunden mit einem Industierfenster = Im Wesentlichen beschreibt der Name schon die Türe. Hierbei ist die Aufgabe in erster Linie, einen Hersteller zu finden, der das Industriefenster fertigt. Dieses sollte nämlich mit sehr schlanken Profilen gearbeitet werden. Die Profile müssen thermisch getrennt sein, damit die Kälte keine Chance hat. Außerdem muss das Fenster genug herhalten, dass die schwere Türe auch mal zufallen kann ohne das der Rahmen schwingt.

 

 

Oberfläche

Wie bereits im Einleitungstext beschrieben, macht die Oberfläche einen großen Unterschied beim Erscheinungsbild der Haustüre aus. Haustüren die aus einer industriellen Fertigung stammen, müssen oft mit vordefinierten Farben eingelassen werden. Die Oberfläche muss exakt so ausschauen, wie sie der Händler viele 100 km weit weg, verkauft hat. Bei unseren Türen jedoch, wird die Oberflächenbehandlung auf den Charakter des Hauses abgestimmt. Über all dem steht aber der konstruktive Holzschutz. Eine Holzhaustüre darf nicht regelmäßig abgeregnet werden! Es gibt Türen, meist im ländlichen Baustil, wo es gewünscht ist, dass sich die Haustüre mit der Zeit etwas verändert. Bei modernen Türen wiederum, genau das Gegenteil. Diese sollen zwar natürlich ausschauen, aber sich farblich kaum verändern. Wir haben ein breites Spektrum an Oberflächenmaterialien und finden mit ihnen die richtige Behandlung. Ob Lacke, Öle, Imprägnierungen, Lasuren oder einfach nur eine rohe Oberfläche, wir erklären ihnen die Vor- und Nachteile.

 

 

Montage

Die Montage unserer Haustüren erfolgt immer mit zwei Mann. Je nach Möglichkeiten des Bauherrn erfolgt die Montage in ein oder zwei Terminen. Wie weiter oben schon beschrieben, muss die Türöffnung wenn nötig mit Blindstock oder und mit Isoliermaterial im Estrich vorbereitet werden. Oft macht sich das der Bauherr oder die Baufirma selber. Somit spart man sich eine zweite Anfahrt. Im zweiten Schritt wird dann die eigentliche Türe montiert. Je nach Stockvariante und ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt, wird die Türe in das Loch angepasst. Wie der Wandanschluss des Stockes erfolgt, wird schon bei der Naturmaßnahme besprochen. Der Stock kann eingeputzt oder mit schlanken Deckleisten befestigt werden. Ab und zu wird hier auch mit Holzschalung oder Vollwärmeschutz angearbeitet. Unsere Haustüren werden immer mechanisch mit Schrauben oder Montagelaschen befestigt, geschäumt und zum Abschluss mit einem RAL Haustürklebeband abgeklebt. In den meisten Fällen wird später an die Türe angeputzt und eine Anputzleiste gesetzt. Am Boden wird die Türe auf das Purenit (Isiolierung im Estrich) aufgestellt. Der Bodenbelag (Fliesen und Stein), kann sowohl innen als auch außen erst nach der erfolgten Haustürmontage angearbeitet werden. Vorher kann man die genaue Kante nicht so exakt definieren. Es gehört einiges an Erfahrung bei der Türenmonate dazu. Wird Ihre Haustüre elektrisch angesteuert, ist es von Vorteil, wenn man einen Elektriker vor Ort hat.

 

 

 

 

 

 

 

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